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Nach unserem tollen Fest „Eckental is(s)t international!“
kommt hier die nächste Gelegenheit für Begegnungen mit internationalen Flair!

Herzliche Einladung vom AK Freizeit und Begegnung zum

Sommer-Café-FLEck

am Samstag, 17. Juni 2017
von 14.00 bis 16.30 Uhr
in der Pfarrscheune Eschenau

Neben den leckeren selbst gebackenen Kuchen wird es diesmal frische Früchtchen zum Naschen geben und natürlich lassen wir uns auch wieder was für unsere kleinen Café-Gäste einfallen:
vorbei kommen und mitmachen!!!

Wie immer gilt:
Wir wollen uns wieder entspannt zusammen setzen, gemütlich plaudern und vielleicht mit dem einen oder anderen alteingesessenen oder neu zugezogenen Eckentaler unverbindlich ins Gespräch kommen. Und wir sind immer offen für Fragen zur Arbeit von FLEck e.V.

! Alle sind herzlich willkommen !

FLEck e.V. beim Jugendkongress in Berlin

Junge Ideen für eine lebendige Demokratie

 

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz hat zum Jugendkongress mit 480 Teilnehmern aus ganz Deutschland nach Berlin eingeladen und FLEck war mit einer 6köpfigen Gruppe dabei.

In knapp 70 Workshops wurde informiert, diskutiert und konkrete Projekte erarbeitet, um Vorurteile abzubauen, sich über Extremismus links und rechts zu informieren, abzugrenzen bzw. aktiv zu wehren und sich mit Fachleuten bzw. Betroffenen auszutauschen. Weitere Themen: Öffentlichkeitsarbeit, Projekt- und Konfliktmanagement — Workshops mit Gruppen, die oft angefeindet werden wie Muslime, Flüchtlinge, Juden oder Sinti und Roma – auch ging es um Herausforderungen für das Ehrenamt in der Gesellschaft, Jugendkultur und die große Cyberwelt.

Am 23.Mai 2017 dann nahmen wir als Höhepunkt an einem Festakt zum Tag des Grundgesetzes im Delfi Filmpalast teil, vorausgegangen war ein interreligiöser Gottesdienst in der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz. Dort wurde auch der Opfer der Attentate von Berlin vor Weihnachten bzw. leider ganz aktuell von Manchester gedacht.

Es war für uns alle eine wunderbare Erfahrung wie viele engagierte Jugendliche es zum Glück noch gibt – alle bringen sich ein, weil unsere Demokratie nicht selbstverständlich ist, sondern täglichen Angriffen ausgesetzt. So ist der Aufruf an alle Teilnehmer: Demokratiebeschützer*in zu sein uns allen ein Auftrag zu einem Miteinander ganz ohne politische Richtungen.

Für FLEck e.V. ist diese Reise der Auftakt zu einem Ausbau der Jugendarbeit – interessierte junge Menschen sind uns herzlich willkommen, auch wenn nur wenig Zeit zum Engagement da sein sollte.

Claudia Blöchl

FLEck trifft sich

Herzliche Einladung

zum
FLECK FORUM

am Montag, 29. Mai 2017

um 19.30 Uhr

in der Sendelbacher Straße 5 in Eschenau (LKG)

–> Wir berichten über aktuelle Entwicklungen.

–> Rückblick auf unser gelungenes Event „Eckental is(s)t international“ mit kleinem Film zum Fest!

–> Vorstellung der Handreichung von FLEck e.V. für ehrenamtliche Mitarbeiter und Neueinsteiger, eine kleine FLEck-interne Broschüre, in der kurz und übersichtlich erläutert wird: Was mache ich, wenn ein neues Problem auftaucht? Wer könnte da was wissen? Wie geht das? Wo muss ich hin? Wen kann ich fragen?

In Kleingruppenarbeit beschäftigen wir uns weiter mit dem Thema Mitarbeitergewinnung

oder mit unterschiedlichen Themen (gerne auch auf Wunsch mit konkreten Problemen, die gerade anstehen!!!) z.B. „Abschied: Eckentaler auf Zeit – Freunde auf Zeit?“ (bei Abschiebung oder auch freiwilliger Rückreise,…)

Der Abend dient außerdem ausdrücklich dazu, dass neue, interessierte Eckentaler/innen in unsere Arbeit hineinschnuppern können. Wir wünschen uns noch Unterstützung bei kleineren oder größeren Aufgaben, wie beispielsweise
Unternehmungen mit Familien, Sprachpatenschaften oder Wohnungs-/Arbeitssuche.
… und da wäre dann noch die Suche nach Lagerräumen: wir geben nicht auf!
–> BITTE WEITERSAGEN!!!


Wir freuen uns auf einen informativen Abend mit regem Erfahrungsaustausch!
Arbeitskreis Bildung und Begleitung
und der FLEck-Vorstand

„FLEck wächst!“ , denn „Eckental is(s)t … international!“

Hätten Sie´s gewusst? Menschen aus 75 Nationen leben in Eckental. Die Geflüchteten nehmen davon nur einen kleinen Teil ein, sie kommen aus rund zwölf verschiedenen Herkunftsländern. Dass das Zusammenleben insgesamt so wohlwollend gelingt, das wurde am 6. Mai 2017 in der Georg-Hänfling-Halle gefeiert – mit über 400 Menschen!

Tolle Bilder dazu in der Bildergalerie des Wochenblattes. https://www.wochenblatt.novum.de/images/stories/Galerien/20170425-Fleck/content/index.html

 

Zunächst labten sich die Gäste am überreichen Buffet, das wieder einmal eine Augenweide darstellte! Währenddessen sorgten die „Acoustic Pearls“ musikalisch für heitere und unbeschwerte Atmosphäre. Später zauberte DJ Michael aus Äthiopien mit seinen fränkisch-arabisch-afrikanischen Rhythmen ausgesprochen fröhliche Stimmung auf die Tanzfläche. Und erfahrene Flüchtlingshelfer freuten sich, dass erstmals so eine bunte Mischung aus Nationen und Religionen gemeinsam ausgelassen tanzte. Da hat der Bär getobt!

Im Mittelpunkt stand der Kulturteil. Die Zuschauer waren nahezu sprachlos überrascht von so viel Können und Begeisterungsfähigkeit der Neuen in Eckental, zum Beispiel: Aatefs Kabarettgruppe mit fränkischer Sprachakrobatik. Der hinreißende Roma-Tanz von Kristina zu den Akkordeon-Klängen ihres Opas, der hingebungsvoll und professionell aufspielte. Die beiden Mädchen Nune (9 Jahre aus Armenien) und Nasarin (11 Jahre aus dem Irak), die voller Anmut, Würde und Selbstbewusstsein einen berührenden Tanz auf die Bühne brachten.

Bürgermeisterin Ilse Dölle zeigte sich beeindruckt über die gelungene Zusammenarbeit aller Akteure in der Flüchtlingsarbeit und der 1. Vorsitzende von FLEck, Henning Hofmann, betonte, wie wertvoll der Einsatz der vielen Ehrenamtlichen in Eckental ist. In kleinen Interviews wurde deutlich, dass diese zwar sehr viel Zeit und Herzblut für ihre vielfältigen Tätigkeiten aufbringen müssen – da braucht es nach wie vor sehr viel Unterstützung bei Ämtern, aber auch bei Arbeits- und Wohnungssuche – , aber sie erzählen auch, dass es einen Ausgleich gibt: Die tiefen Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen wird als sehr bereichernd empfunden. Und es ist auch immer wieder deren Dankbarkeit zu spüren! Und wie freut man sich mit den Schützlingen, wenn ein Sprachkurs oder ein Praktikum erfolgreich absolviert wurde oder wenn sie eine eigene Wohnung gefunden haben …

Als symbolischen Dank schenkt FLEck allen Ehrenamtlichen kleine Tütchen mit Sommerblumen-Samen, die sie dann weiterschenken. Auf diesen Samen-Tütchen steht: „FLEck wächst!“ Und das ist der Wunsch des Abends: Dass immer mehr Menschen bei FLEck mitmischen möchten und die Aufgaben von immer mehr Menschen mitgetragen wird – voller Neugier und Freude! Haben Sie Lust auf mehr? Dann rufen Sie beim Ehrenamts-Handy an: 01573 – 6264857.

Dorothea Luther

Kunst im Asylbewerberheim in Forth

Einladung zur  neue Ausstellung in der Galerie ZwischenRaum20

„DER GETEILTE HIMMEL“

Landschaftsmalerei des frühen 20. Jahrhunderts zwischen Klischee und Moderne.
Gezeigt werden 42 Exponate von Malern/Malerinnen, überwiegend Ölgemälde der Klassischen Moderne. Die Ausstellung beleuchtet das Spannungsfeld von traditionellen und modernen Einflüssen verschiedener Stilrichtungen in dieser Zeit, wie Impressionismus, Expressionismus, Neue Sachlichkeit, etc. Außerdem werden einzelne Künstlerbiografien vorgestellt.
u.a. Jules Pierre van Biesbroeck (1873-1965), Eva Stort (1855-1934), Gustav Macoun (1892-1934),
Erich von Perfall (1882-1961), Albert Herzfeld (1885-1943), Alexander Drevin (1889-1938),
Franz Moro (1875-1961), Ernst Wagner (1877-1951), Thomas Bachmeier (1895-1960), Carl von Marr (1858-1936)
Die Schau dauert vom 14.5. bis 16.7. 2017.
Öffnungszeiten: mittwochs 16-20 Uhr und nach Vereinbarung Tel. 09126/2933253 und 01578/1902152
Ausstellungseröffnung ist am Samstag, 13. Mai, 17 Uhr
in den Räumen der Galerie, Bismarckstr. 20 (Außentreppe), 90542 Eckental-Forth.
Grußwort: Helmut Schallock, Einführung: Günter Rocznik
Musik: Abudulrahman Haso
Weitere Informationen: www.rocznik-kunst.de

Am 6. Mai von 18.00 bis 22.00 Uhr lädt FLEck e.V. in die Georg-Hänfling-Halle in Eschenau ein:

Eckental feiert! FLEck lädt ein!

Wir freuen uns, dass wir hier im schönen Eckental so viel gutes und entspanntes Miteinander zwischen Einheimischen und „Zugereisten“ und Geflüchteten haben: Die Menschen aus so vielen Nationen gehen insgesamt sehr wohlwollend und respektvoll miteinander um. Das ist eine Auszeichnung für Eckental!

Und es ist Grund zu feiern, dass sich so viele Menschen engagieren! Die vielen ehrenamtlichen Begleiter/innen der Flüchtlinge haben ganz entscheidend zu diesem Integrationsweg beigetragen. Wie würde es bei uns zugehen, wenn die Menschen nicht so tatkräftig unterstützt werden würden – von den zahlreichen Alltagsbegleiter/innen, der Spendensammlerin, dem Fahrradreparateur, den Sprachtrainer/innen, den Wohnungs- und Arbeitssuchern und vielen anderen!?

Wie feiern wir?

Es beginnt mit einem großen Buffet, zu dem alle herzlich eingeladen sind, eine kleine Köstlichkeit beizutragen. Der Schützenverein übernimmt übrigens den Ausschank!

Anschließend gibt es ein kunterbuntes Kulturprogramm, beispielsweise mit Aatefs fast schon legendärem syrischen Kabarett und mit Musik von den Acousticpearls.

Am Ende legt DJ Michael aus Äthiopien fränkisch-internationale Musik auf, so dass sich alle Feiernden so richtig heimisch fühlen können.

Wir freuen uns auf Sie:

Auf alle Einheimischen, auf die Geflüchteten und auf alle anderen Menschen – von Australien bis Zypern!

Kommen Sie – mit Kind (es gibt auch ein Kinderprogramm) und Kegel – und bringen Sie für das große gemeinsame Buffet eine Kostprobe Ihrer Lieblingsspeise mit!

Einlass: ab 17.30 Uhr!

FLEck e.V. aktuell: Einfach mitmachen….!

Ein Bericht von der Jahreshauptversammlung

Ein neues Team leitet die Geschicke der Flüchtlingsinitiative Eckental FLEck e.V. seit der Jahreshauptversammlung am 20. März 2017 im gut gefüllten Pfarrzentrum in Eckenhaid: Erster Vorsitzender Henning Hoffmann wurde im Amt bestätigt. Ihm zur Seite stehen zukünftig Claudia Blöchl als zweite Vorsitzende, Nicole Schmidt als Schatzmeisterin und Tanja Weiss als Schriftführerin.

Der Bericht des Vorstands Henning Hoffmann mit Rückblick auf das zweite Jahr des Vereins, zur aktuellen Situation in Eckental und mit Ausblick auf die künftigen Herausforderungen war informativ und unterhaltsam.
Zur Zeit haben etwa 290 Geflüchtete, davon 80 Kinder, eine neue Heimat in vier dezentralen und zwei Regierungsunterkünften und als Anerkannte in eigenen Wohnungen in Eckental gefunden. Sie kommen aus Kurdistan, Syrien, Irak, Iran, Armenien, Georgien, Tschetschenien, Aserbaidschan, Russland, Ukraine, Äthiopien, Pakistan und Afghanistan. Die Aufgabenbereiche von FLEck e.V. sind weiterhin vielfältig und haben sich im Laufe des letzten Jahres gewandelt: stand zunächst die Unterstützung des Ankommens und Zurechtfindens in Deutschland im Vordergrund, rückt nun zunehmend die nächste Stufe der Integration in den Fokus. Hilfe zur Selbsthilfe für den ganz normalen deutschen Alltag, den Tücken im Detail, mit denen jeder ab und zu zu kämpfen hat: Kindergarten, Schule, Ausbildung, Praktikum und Job(-suche), und nach Anerkennung die Suche und Einrichtung der ersten eigenen Wohnung. Dabei fehlen viele Voraussetzungen, die für uns selbstverständlich sind, z.B. der Computer, mit dem wir zu Hause unsere Bewerbungen schreiben. Der Verein ist Dank der stetigen Spendenbereitschaft der Bevölkerung, der Unterstützung durch die Marktgemeinde Eckental und Fördermaßnahmen durch den Landkreis finanziell gut aufgestellt, so dass geplante Projekte hierzu, wie z.B. die Einrichtung von Computerräumen, in Angriff genommen werden können. Die Sprachtrainer entwickeln sich in diesem Zusammenhang mehr und mehr zu Sprachpaten, die die individuellen Ziele des Einzelnen unterstützen.

Aktuell hochproblematisch ist die Unterbringung der Sachspenden und Fahrräder. Werden nicht bald neue Lagerräume gefunden, kann FLEck e.V. hier nicht mehr helfen. Gerade in diesem Bereich ist dies aber für die Flüchtlinge jetzt besonders wichtig: wenn unsereins auszieht, werden wir meist von Eltern und Familie unterstützt. Die Geflüchteten haben aber weder Möbel noch Hausrat, den sie mitnehmen können und die Kapazitäten des Kreislaufkaufhauses sind begrenzt. Günstige Lagerräume werden also händeringend gesucht.

Sehr positiv wiederum ist die Resonanz bei den Begegnungsangeboten: das Café FLEck ist stets gut besucht und besonders erfreut waren die Alltagsbegleiter in der Eckenbachstraße, wo nach all den Schwierigkeiten im Vorfeld ein richtig schönes Nachbarschaftsfest gefeiert wurde. FLEck e.V. ist gut vernetzt und sehr dankbar für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit z.B. mit der Caritas, dem Rathaus, den Sportvereinen, den Kirchen, Schulen, aber auch mit Arbeitgebern und der Presse. Und was die ehrenamtlichen Helfer in ihrem Engagement bestätigt und bestärkt ist die Tatsache, dass immer mehr Flüchtlinge mit anpacken, z.B. dolmetschen, und sogar Mitglieder bei FLEck werden. Nicht zuletzt zeigt das: Integration braucht Zeit, aber kann funktionieren!

Die Aufgaben, die vor der Flüchtlingsinitiative liegen, sind nicht zu unterschätzen und brauchen noch mehr Schultern, auf die sich die Arbeit besser verteilen lässt. „Einfach mitmachen!“ wünschen sich deshalb alle bereits Aktiven von den Eckentalern und laden ein zum großen Fest in die Georg-Hänfling-Halle am 6. Mai unter dem Motto „Eckental is(s)t“. Und zwar is(s)t Eckental „kulinarisch köstlich“ (jeder bringt einen Buffetbeitrag mit), „gemeinsam vielseitig“ und „kulturell kunterbunt“ (Musik und Kabarett international) und natürlich „fränkisch weltoffen“ – eben ein guter Platz zum Leben.

Der alte und der neue Vorstand von FLEck e.V.

…einfach mitmachen!

Sie möchten sich bei FLEck e.V. engagieren?

Unter der Telefonnummer

01573 – 6264857

erhalten Sie schnell und unkompliziert Informationen über das Ehrenamt bei FLEck e.V.,
und wo aktuell am dringendsten Unterstützung gebraucht wird.

Hier erfahren Sie auch, wie sie innerhalb ihrer individuellen Möglichkeiten
Ihren ganz persönlichen Erfahrungsschatz einbringen können.

Unter der Rubrik „Mitarbeit“ stellen sich einige unserer Arbeitskreise vor:
schauen Sie doch mal rein!

Kurzgeschichte von Ulrich Haas

Der Brief

Amaka stand wie hypnotisiert im Dämmerlicht des zugigen Hausflurs. Weiß leuchtete es im Sichtfensterchen des Briefkastens.

Sie atmete tief ein, spürte, wie ihr Herzschlag sich beschleunigte und sah sich als kleines Mädchen an der Hand ihrer Mutter auf dem Marktplatz ihres Heimatdorfes im Hochland von Äthiopien, sah ihre Geschwister, die Berge um ihr Dorf. Sie saß eingezwängt zwischen schwitzenden Laibern im Schlauchboot. Ihr Magen verkrampfte sich in dem wild schaukelnden Boot. Menschen beteten, stöhnten, schrieen vor Angst.

Sie stand starr, den Blick noch immer fest auf dem Fensterchen des Briefkastens.

Im ersten Stock ging eine Türe auf und Kinder tobten ins Treppenhaus. Es duftete nach gekochtem Reis und Gemüse.

Sie war in der Unterkunft, nicht auf dem Boot.

Ob der Brief das ersehnte Ergebnis der Anhörung brachte? Ob sie bleiben durfte?

Sie holte den Schlüssel aus der Tasche, atmete tief ein, hielt die Luft an und fummelte ihn mit zitternden Fingern ins Schloss.

Zaghaft hob sie den Brief heraus und betrachtete ihn misstrauisch von beiden Seiten.

Auf dem Umschlag war wohl ihr Name. Amaka Abebe riet sie mehr als sie es lesen konnte. Amarisch, ihre Sprache, wurde ganz anders geschrieben.

Sie nahm ihn mit in das Zimmer, in dem sie mit drei anderen Frauen lebte. Zwei Stockbetten standen in dem kahlen Raum. Sie schlief in dem unteren nahe am Fenster. Amaka kroch hinein und schob den Brief unter ihr Kopfkissen. Was, wenn es die Ablehnung wäreund sie zurück müsste?

Erneut holte sie den Brief unter dem Kissen hervor. Die Rückseite zeigte das Bild einer lachenden jungen Frau, die ihr die Hand entgegenstreckte. War das ein gutes Zeichen? Sie brauchte Hilfe und zwar gleich. Sie würde ihre Angst sonst in Unermessliche steigern, nicht essen und nicht schlafen können. Amaka stand auf und ging die Treppe hinunter. Zum Glück war der Sozialarbeiter im Haus.

Ist das der Bescheid?“

Er riss ihn auf und lächelte: „Das ist nur Werbung!“