FLEck braucht Ihre Unterstützung – Treffen am 29.6. für neue Asylunterkunft in Forth

FLEck kümmert sich jetzt seit 1 ½ Jahren um die Flüchtlinge in Eckental. Das ehrenamtliche Team ist inzwischen mit den meisten Aufgaben vertraut und kann aufgrund einer erfolgreich gewachsenen Struktur in vielen Bereichen Hilfestellung leisten.

Die Asylsuchenden, die zu uns kommen, müssen sich nicht nur mit der deutschen Kultur und der Rechtsstaatlichkeit auseinandersetzen, sondern zunächst mit den Gegebenheiten vor Ort. Dazu gehört die Anmeldung im Rathaus, das Kennenlernen der Einkaufsmöglichkeiten, Arztpraxen, die vielen Besuche bei Behörden und das Ausfüllen von schwer verständlichen Formularen, Informationen zu Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten und natürlich das Erlernen der deutschen Sprache. Hierbei erhalten sie Unterstützung von den Ehrenamtlichen.

Im Juli erwarten wir weitere 76 Asylsuchende in Eckental und die FLEck Helfer signalisieren, dass sie Unterstützung bei ihren Aufgaben brauchen.

Vielleicht haben Sie auch schon überlegt, ob Sie nicht eine ehrenamtliche Aufgabe übernehmen könnten. Sie haben vielleicht zwei, drei Stunden Zeit in der Woche und können sich vorstellen Menschen, die sich in einer schwierigen Situation befinden, beizustehen.

Sie können Ihre Fähigkeiten und persönlichen Interessen in den unterschiedlichsten Bereichen bei FLEck e.V. einbringen und Sie werden viele nette und interessante Menschen kennenlernen: sowohl unter den Flüchtlingen als auch unter den anderen Ehrenamtlichen, die Sie gern in ihrer Mitte aufnehmen.

Wie die ehrenamtliche Arbeit in der neuen Asylunterkunft in der Bismarckstraße in Forth aussehen kann und wie Sie dort Ihren Platz finden können, besprechen wir gemeinsam bei unserem nächsten Treffen:

Am 29. Juni um 19.30 Uhr im „Interimsgebäude“, Ambazac-Str. 5, in Eckental-Eschenau im Raum 124.

Falls Sie an dem Tag verhindert sind, kontaktieren Sie uns per Email unter kontakt@fleck-ev.de.

Der Abschied vom freien WLAN…

Der Staat zieht neuerdings den Flüchtlingen einen erheblichen Betrag von ihrem Taschengeld ab, wenn Sie in ihrer Unterkunft einen Zugriff auf kostenloses WLAN haben. Wir mussten leider mit einer drastischen Maßnahme reagieren, die im folgenden Video unser Internetbeauftragter Tobias Wittmann dokumentiert.

Skandal: Ehrenamtliches Engagement der Flüchtlingsinitiativen wird Flüchtlingen in Rechnung gestellt

Jetzt ist es amtlich, was die ehrenamtlichen Flüchtlingsinitiativen bereits befürchtet haben: Für ihre ehrenamtlichen Leistungen spart der Staat Geld in barer Münze – nämlich beim Taschengeld der Flüchtlinge. Vorausgegangen war in der vergangenen Zeit immer wieder die Bitte an das Sozialamt und die Regierung, den Flüchtlingen freies WLAN zur Verfügung zu stellen. Die Bewohner der Unterkünfte sollten einen kostenlosen Zugang zum Internet haben, damit sie einfacher zu Informationen kommen und Kontakte zu Heimat und Freunden pflegen können. Für Handyverträge müssen sie im Verhältnis zu ihrem geringen Taschengeld sehr viel ausgeben. Die Ämter haben die Bereitstellung von Internet jedoch stets verweigert, weil sie es nicht in ihrer Zuständigkeit sahen und dafür keine Gelder zur Verfügung stünden.

Wie so oft in der aktuellen Flüchtlingskrise, sprangen die Helfer ein: Mit viel Herzblut, Sachverstand und dem Einsatz von Spenden installierten Ehrenamtliche in den Unterkünften kostenloses WLAN. Dafür musste die Hardware besorgt werden, Kabel verlegt und Verträge mit Telefonanbietern geschlossen und bezahlt werden. An einigen Orten wurde dafür Geld bei den Flüchtlingen eingesammelt.

Das böse Erwachen kam diese Woche mit der Taschengeldauszahlung der Asylsuchenden: Der Betrag wurde um fast 40,- Euro gekürzt mit der Erklärung: „Es wurde festgestellt, dass Sie in Ihrer Unterkunft über die Möglichkeit verfügen, einen kostenlosen WLAN-Anschluss zu nutzen“. Damit entfalle der komplette Betrag der Abteilung 8 für den Regelbedarf, der die Kosten für „Nachrichtenübermittlung“ enthält. Dass zur Nachrichtenübermittlung auch ein Handy oder Smartphone, die Möglichkeit außerhalb der Unterkunft zu kommunizieren und die Freiheit gehört, welchen Anbieter man nutzt, wurde dabei völlig außer Acht gelassen.

Für die Flüchtlinge ist die Kürzung ein schmerzhafter Verlust für ihren täglichen Bedarf. Für die Ehrenamtlichen ist die Kürzung ein Schlag ins Gesicht. Sie haben mit dem WLAN in Unterkünften eine Leistung bereit gestellt, die der Staat nicht leisten konnte oder wollte. Nun zieht der Staat die ersparte und von ehrenamtlichen erbrachte Leistung den Flüchtlingen ab.

Als Flüchtlingsinitiativen sehen wir sorgenvoll in die Zukunft: Gibt es bald auch Kürzungen bei dem Posten für „Bekleidung“ für die, die einen Secondhand-Laden in der Nähe haben? Wird denen der Betrag für „Lebensmittel“ gekürzt, die bei einer Tafel einkaufen können? Bekommen diejenigen Abzüge bei „Verkehr“, die ein Fahrrad gespendet oder geliehen bekommen haben?

Wenn dieses Vorgehen beim WLAN zur Methode wird, dann werden die Ehrenamtlichen sich in Zukunft noch weiterem staatlichen Missbrauch ihres Engagements kopfschüttelnd ausgesetzt stehen. Anderen Beziehern von Sozialleistungen wird es bald nicht anders als den Asylsuchenden ergehen und sie werden sich wundern, an welchen Stellen ihres Regelbedarfs der Rotstift angesetzt wird.

Der Zusammenschluss der Flüchtlingsinitiativen im Landkreis Erlangen-Höchstadt fordert daher das Ministerium, die Regierung und den Landkreis auf, dass die Leistungen der Ehrenamtlichen, die nicht vom Staat erbracht werden, auch nicht zum Abzug gebracht werden und dass nicht generell die komplette Abteilung 8 für Nachrichtenübermittlung gestrichen wird, nur weil eine Teilleistung (WLAN) zur Verfügung steht. Den Flüchtlingen wird empfohlen, Widerspruch zu ihrem aktuellen Bescheid einzulegen.

29.04.16: Pressemitteilung der Flüchtlingsinitiativen im Landkreis Erlangen-Höchstadt (FiERH) – Sprecher: Henning Hoffmann, Petra Kleineisel, Konrad Eitel

Demonstration „Asylrecht ist Menschenrecht“

Am 16. April hat FLEck e.V. zu einer Demonstration vor der St. Bartholomäuskirche in Eschenau eingeladen. Damit wurde der Protest gegen Rassismus fortgesetzt, dem die Eckentaler Bevölkerung bereits am „Internationalen Tag gegen Rassismus“ am 21. März eine laute Stimme verliehen hat. Anlass zur Demonstration war eine angemeldete Kundgebung der NPD am gleichen Ort, deren Parolen niemand hören wollte. So fanden sich zur Demonstration von FLEck e.V. bis zu 400 Personen aus Eckental und der Region vor Ort ein. Sie zeigten einen fröhlich, kunterbunten und lautstarken Protest und standen für „Asyl als Menschenrecht“ ein. DSCF3509_2

Zeitgleich feierten Asylsuchende und Eckentaler ein Frühlingsfest in der Landeskirchlichen Gemeinschaft Eschenau. Mit dabei war das Thommy Krueger Akustik Duo, das den Nachmittag wunderbar musikalisch umrahmte.

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Gemeinsam ein Zeichen gesetzt

LAUTER sein gegen Rassismus in Eckental

Rund 200 Menschen feierten am 21. März 2016, dem Internationalen Tag gegen Rassismus ein lautes Fest im Jugendzentrum Gleis 3 in Eschenau. Die Organisatoren vom Jugendbüro Eckental und der Arbeitskreis ‚Freizeit und Begegnung‘ der Flüchtlingsinitiative FLEck e. V. haben sich gefreut, dass so viele Menschen der Einladung gefolgt sind. Die Mitarbeiter des Jugendbüros haben für das leibliche Wohl gesorgt.

Gemeinsam mit Asylbewerbern aus Syrien, Iran, Irak und Tschetschenien setzten die Eckentaler ein Zeichen für Menschlichkeit, gegenseitigen Respekt und ein gutes Miteinander. Den Anfang machte Eckentals 3. Bürgermeister Günter Fensel mit einem Grußwort. Nach einem beeindruckenden Lied von einem bekannten kurdischen Sänger eröffnete der 1. Vorsitzende der Flüchtlingsinitiative Eckental FLEck e.V. Henning Hoffmann das Fest und die ‚alten‘ und ‚neuen‘ Eckentaler haben mit Rasseln, Vuvuzelas, Trommeln, Kuhglocken und vielem mehr gezeigt, dass sie laut und deutlich gegen Vorurteile, Ausgrenzung und Hass zwischen allen Kulturen sind.

Mit den syrischen Tänzern wurde die Stimmung ausgelassen und alle waren eingeladen mitzutanzen. Die Eckentaler New-Comer-Band „Vermilion“ begeisterte mit einem Akustikkonzert und betonte, dass es nicht ‚die Flüchtlinge‘ sind, die hier mit uns leben, sondern Menschen, die uns mit Offenheit und Interesse begegnen und Freunde werden können. Bis 22 Uhr wurde fröhlich getanzt und gefeiert.

Arbeitskreis „Freizeit und Begegnung“

 

Neuigkeiten vom 24. Februar 2016

Unterkunft Eckenbach
Seit dem 8. Februar wird die Unterkunft Eckenbach in Eckenhaid schrittweise belegt. Die Unterkunft wird von der Regierung betreut und ein Hausmeister kümmert sich um die Anlage. Die Zusammenarbeit mit FLEck e.V. funktioniert gut: es wird Hand in Hand gearbeitet und die Ehrenamtlichen haben kompetente Ansprechpartner. 44 Personen insgesamt sind inzwischen eingetroffen. Die Ehepaare und Familien mit insgesamt 17 Kindern kommen aus dem Iran, Irak, Syrien, Aserbaidschan, Armenien und der Ukraine. FLEck e.V. sucht daher Dolmetscher, die zeitlich flexibel sind und beispielsweise die Familien und Kinder zum Arzt begleiten können.

Gerüchteküche
An den Kassen diverser Supermärkte sind immer wieder Ausländer anzutreffen, die die Käufer um Geld angehen und schnorren. Entgegen neuester Gerüchte handelt es sich dabei nicht um Asylbewerber.

Reaktion auf Randale
Die Bewohner der Unterkunft in der Klingenstrasse sind beschämt über die Entgleisung ihres betrunkenen Mitbewohners. Sie missbilligen und bedauern das Fehlverhalten Einzelner und möchten sich ausdrücklich davon distanzieren. Sie haben die Ehrenamtlichen gebeten, ihnen bei der Formulierung eines Briefes zu helfen, in dem sie ihr Bedauern über die Zerstörungen und Lärmbelästigungen, die einer ihrer Mitbewohner in der Unterkunft begangen hat, zum Ausdruck bringen. Sie betonen, dass sie mit ihnen und allen Menschen in Deutschland auch weiterhin in guter Nachbarschaft zusammenleben wollen. Und sie betonen, dass sie für die Hilfe, die ihnen Deutschland und die Menschen in Deutschland geben, sehr dankbar sind.


FLEckchen sucht weiter Betreuerinnen

Kindergruppe

FLEckchen braucht weiterhin Verstärkung

Es haben sich zwar bereits viele ehrenamtliche Helferinnen gemeldet, aber wir haben noch vakante Tage: daher suchen wir dringend noch Frauen von der jungen Mutter bis zur erfahrenen Oma, die einmal pro Woche zwischen 8.30 und 11 Uhr in Eschenau oder Eckenhaid Flüchtlingskinder betreuen möchten, damit ihre Eltern den Sprachunterricht besuchen können. Es hilft uns auch, wenn Sie nur aushilfsweise einspringen können. Die Deutschkurse sind Grundlage für die Integration und FLEckchen bietet darüber hinaus für Kinder und Mütter einen optimalen Einstieg in die deutsche Sprache und Kultur. Und FLEckchen ist ein für beide Seiten gewinnbringender ehrenamtlicher Einsatz: die Kinder bei ihren Fortschritten und ihrer Spielfreude zu begleiten, macht einfach richtig viel Spaß. Bitte melden Sie sich über kontakt@fleck-ev.de.

Und so läuft’s im FLEckchen Eschenau:
Der vierjährige Ali (Name geändert) wirft sich heulend auf den Boden. Die Betreuerinnen von FLEckchen fragen sich, was los ist – der kleine Junge hatte den ganzen Vormittag entspannt und fröhlich gespielt. Seine Mutter winkt entwarnend ab und signalisiert lächelnd: Alles in Ordnung! Der will einfach nicht nach Hause! Und so ähnlich geht es allen sieben Kindern aus Syrien und Tschetschenien, die zur Zeit im neu eingerichteten „FLEckchen“ von ehrenamtlichen Helferinnen zusammen mit jeweils einer Flüchtlingsmama jeden Vormittag betreut werden, während die Eltern den Deutschunterricht besuchen. Die Mädels spielen am liebsten mit den Barbie-Puppen, plappern dabei fröhlich unentwegt und wollen auch gleich wissen, was was auf deutsch heißt. Die Jungs spielen mit den Autos oder puzzlen und lernen ganz nebenbei das Zählen. Das erste deutsche Wort eines Zweijährigen ist „Hase!“, weil das Puzzleteil verloren gegangen ist und er es vollständig aufräumen will. Die Kinder können sich außerhalb der beengten Unterkunft entspannen und im geborgenen Rahmen spielerisch erste deutsche Worte, Sing- und Fingerspiele lernen. Zwanzig Frauen aus Eckental aus allen Altersgruppen sind spontan dem Aufruf von FLEck e.V. gefolgt, um hier ein wichtiges Stück Integration zu leisten. Die asylsuchenden Eltern arbeiten mit, erfahren Hilfe zur Selbsthilfe und wie man in Deutschland zusammen hilft, wenn Not am Mann ist. Sie geben ihre Kids vertrauensvoll in die Hände von FLEck e.V. Ein weiterer Beweis dafür, wie anpackend und konstruktiv in Eckental mit den Herausforderungen umgegangen wird. Und wieder ein schöner Erfolg für die vielen Ehrenamtlichen: die Alltagsbegleiter berichten, in der Schwane höre man den ganzen Nachmittag kleine Mädchen singen: „Alle Leut‘, alle Leut‘, gehn jetzt nach Haus!“

Stellungnahme unserer Flüchtlinge zu den Vorfällen an Silvester

Info-Flyer

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Kinderbetreuung FLEckchen

In den Eckentaler Unterkünften hat sich einiges getan: wir haben viele neue Bewohner, darunter auch Familien mit Kindern aus Syrien.

Hilfe für Kinderbetreuung „FLEckchen“ gesuchtKindergruppe

Damit die Eltern den Deutschunterricht besuchen können, sucht FLEck e.V. ehrenamtliche Helferinnen, die einmal die Woche an einem festen Wochentag von 9.15 bis 11.45 Uhr sechs bis maximal zwölf Kinder im Alter zwischen anderthalb und fünf Jahren betreuen. Die Betreuerinnen sollen jeweils zu zweit zusammen mit einer Flüchtlingsmama mit den Kindern spielen – anfangs bekommen sie dabei Anleitung und Unterstützung von erfahrenen FLEck-Mitarbeitern, eine pädagogische Ausbildung ist nicht notwendig. Geplanter Start ist der 15.02.16. Bitte melden Sie sich bei Claudia Blöchl (mobil 01573-0311486) oder über kontakt@fleck-ev.de.