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Games, Snacks, Music – im Jugendtreff Gleis 3

Am 28. Februar klang internationale Musik aus den Räumen des Jugendtreffs Gleis 3 in Eschenau: Im großen Veranstaltungssaal legten syrische Flüchtlinge die Musik auf und im Cafèbereich war die Musik der Äthiopier angesagt. Dann Musik aus Albanien, Livemusik auf Arabisch und tanzende junge Männer, fröhliche Kinder und zufriedene Besucher….

Alles fing damit an, dass eine Gruppe von Theologiestudenten aus Marburg ein Nachmittagsprogramm mit Flüchtlingen veranstalten wollten. Die Sporthallen waren leider ausgebucht, doch da öffnete sich die Tür in den Jugendtreff Gleis 3. In Kooperation mit dem Jugendbüro Eckental und der Landeskirchlichen Gemeinschaft wurde innerhalb kurzer Zeit ein Konzept auf die Beine gestellt, dass sich: „GAMES, SNACKS, MUSIC“ nannte. Die hiesigen Flüchtlinge wurden im Sprachunterricht und in den Unterkünften zu der Veranstaltung eingeladen – und sie kamen! Die Möglichkeiten von Gleis 3 waren optimal, um am Samstag Nachmittag vier Stunden lang Hockey, Billard, Fußball, Kicker und Tischtennis zu spielen, Süßes und Salziges zu snacken und viel Musik zu hören, zu machen und dabei zu tanzen. Die etwa 30 jungen Männer aus Äthiopien, Syrien, Kosovo und Albanien hatten eine tolle Zeit mit den Marburger Studenten und den Eckentalern.

Gleis3

Flüchtlinge Willkommen! Dieses Motto auf dem Banner im Gleis 3 traf den Nagel auf den Kopf, als am 28.2. ein tolles Programm, Getränke und Snacks miteinander geteilt wurden.

Zufluchtsort Deutschland – Theorie und Praxis in der Flüchtlingshilfe

Sehr eindrucksvoll hat Pater Frido Pflüger die Zuhörer am 27. Februar in der Katholischen Kirche Eckenhaid in eine Welt eingeführt, die zunehmend von Flucht und Vertreibung geprägt ist. Seit dem 2. Weltkrieg war die Anzahl der Menschen nicht mehr so groß, die innerhalb des eigenen Landes oder über die Grenzen hinweg ihre Heimat verlassen müssen. Pater Frido berichtete vor allem aus Afrika, wo es Entwicklungsländer sind, die große Mengen an Flüchtlingen aufnehmen. Im Rahmen des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes war Pater Frido  dort für die Schulbildung von 30.000 Kinder verantwortlich, die fern von ihrer eigentlichen Heimat in Flüchtlingslagern aufwuchsen.

Durch den Vortrag wurde einem bewusst, wie groß die Not der Menschen ist, die fliehen müssen und wie wichtig qualifizierte Hilfe ist. Die Relationen wurden auch ins rechte Licht gerückt: Wenn wir denken es kommen viele Flüchtlinge, dann sind die weniger als 1 % von Asylsuchenden in unserer hiesigen Bevölkerung ein Bruchteil dessen, was andere Länder an Gastfreundschaft leisten, die in unmittelbarer Umgebung von Krisenländern sind.

100 Gäste kamen zu der Veranstaltung „Zufluchtsort Deutschland“ zu der die Katholische Kirche Eckenhaid, die Flüchtlingsinitiative FLEck e.V. und der Markt Eckental geladen haben.

FLEck informiert (12.2.)

Als es darum ging, die Arbeitskreise der Flüchtlingsinitiative FLEck mit Leben zu füllen und ganz konkret zu klären, wer wo mit anpacken kann, trafen sich 85 Eckentaler, die sich mit viel Elan und noch mehr guten Ideen den Themen Alltagsbegleitung, Sachspenden, Freizeit- und Begegnung, Sprachtraining und Unterstützung in der Ausbildung und bei der Arbeitssuche widmeten. Und in großen Schritten geht es voran: die Unterkunft in der Klingenstraße ist inzwischen schon sehr wohnlich eingerichtet, jeden Tag werden Deutschkurse auf den unterschiedlichsten Levels von Ehrenamtlichen angeboten, ein Begegnungscafe soll etabliert und die Asylsuchenden in unsere Gemeinde auch über die Sportvereine integriert werden. Die Alltagsbegleiter sind stark gefordert, denn die Klingenstraße ist bald voll belegt und auch in der „Schwane“ wurden die ersten Flüchtlinge untergebracht. Das Zusammenleben unterschiedlichster Nationen auf engstem Raum, die sich untereinander nicht verständigen können, erfordert viel Toleranz und ist nicht immer leicht, aber alle tragen ihren Teil dazu bei. Und während immer wieder neue Flüchtlinge bei uns eintreffen, bekam einer der Ersten schon seine Anerkennung und kann nun sicher in Deutschland bleiben. Aber FLEck beschränkt sich nicht auf die mehr als notwendige Arbeit vor Ort, denn eine weitere wichtige Aufgabe ist die Einmischung auf politischer Ebene. Die Ehrenamtlichen müssen der Politik rückmelden, wo der Schuh drückt: Auf der FLEck-Homepage werden unter „Appell“ wichtige Anliegen thematisiert, aktuell die fehlenden Berufsschulkapazitäten im Landkreis. Da wollen junge Leute lernen und es gibt über Monate weg keine Aussicht auf freie Berufsschulplätze – „fehlende Kapazitäten“ auf vielen Ebenen: damit werden die Helfer täglich konfrontiert und häufig steht man hilf- und auch fassungslos davor. Umso dankbarer ist FLEck über die Unterstützung und Zusammenarbeit mit der Gemeinde, die hervorragend klappt: in Eckental arbeitet man Hand in Hand