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„Newcomer Treffen“ in Forth mit großer Resonanz

Am 12. Oktober 2015 lud FLEck e.V. alle interessierten Bürger  zum “Newcomer Treffen” ein. Die Resonanz war wieder beeindruckend: der Speisesaal des Diakonischen Zentrums in Forth war mit etwa 90 Personen bis auf den letzten Platz besetzt.

Nach einer Präsentation des ersten Vorsitzenden Henning Hoffmann über die Arbeitsweise und Arbeitsbereiche von FLEck e.V., setzte man sich in Kleingruppen zusammen und die Verantwortlichen der Arbeitskreise und Koordinationsstellen erläuterten, tatkräftig unterstützt von Aktiven aus den einzelnen Bereichen, was alles zu tun ist und wo man sich einbringen kann. Viele der Interessierten knüpften bereits Kontakte und trugen sich in die ausgelegten Listen ein.

Als zweifelsohne besonders kompetente Ansprechpartner waren auch drei unserer Schützlinge anwesend, zwei davon sind bereits anerkannt. Sie betonten, dass FLEck ihnen eine große Hilfe sei, bedankten sich zum Teil persönlich bei den anwesenden Betreuern und einer von ihnen erklärte, „FLEck“ sei für ihn zu einer zweiten Familie hier in Deutschland geworden: ein großes Kompliment und nur ein Beispiel von vielen dafür, dass unsere Arbeit „ankommt“, gesehen und geschätzt wird.

In diesem Sinne: Wir freuen uns sehr über unsere neuen MitarbeiterInnen und UnterstützerInnen und heißen sie in unserer FLEck Familie herzlich willkommen!

 

Rückblick Syrien-Vortrag

Am 9. September 2015 lud der Eckentaler Flüchtlingshilfeverein FLEck e.V. zu einem Vortrag über das Land Syrien ein. Viele Eckentaler Einwohner folgten dieser Einladung in die Landeskirchliche Gemeinschaft, denn der Gemeindesaal war bis auf den letzten Platz – auch auf den Fensterbrettern – gefüllt. Den Vortrag gestalteten zwei Flüchtlinge, die mit Hilfe ihrer Sprachpaten auf Deutsch und Englisch über ihre Heimat berichteten. Sie erzählten von der Schönheit und dem Reichtum Syriens, dessen lange, eindrucksvolle Geschichte und Kultur. Vielfältige Fotos veranschaulichten ihren Vortrag. Um so erschütternder waren Aufnahmen von Städten, Universitäten und Kulturdenkmälern, die diese vor und nach den Luftangriffen der syrischen regierungskonformen Armee zeigten. Darunter war auch die Aufnahme des Krankenhauses in Aleppo, in welchem einer der beiden Flüchtlinge als Arzt gearbeitet hatte. Für die Zuhörenden bekamen die Bilder, die man bisher nur aus den Nachrichten kannte, plötzlich Namen und Gesichter und tiefe Betroffenheit wurde spürbar. Am Ende des Vortrages meldete sich eine ebenfalls aus Syrien stammende Zuhörerin zu Wort, die die ihrer Meinung nach zu einseitig regierungskritischen Äußerungen bemängelte. Dies wiederum sorgte für Empörung bei den erst kürzlich hier eingetroffenen Menschen. Für die unbeteiligten Anwesenden verdeutlichte dieser Zwischenfall die innere Zerrissenheit des Landes Syrien.

Henning Hoffmann stellte kurz die Arbeit der Flüchtlingsinitiative vor und bat um Unterstützung, da die Zahl der in Eckental lebenden Flüchtlinge weiter steigen wird.

Den Abschluss dieses beeindruckenden Abends bildete ein syrisches Lied, welches einer der beiden Referenten vortrug und dazu auf seiner Oud, einer Art Laute ( –> https://de.wikipedia.org/wiki/Oud ) spielte.

 

 

BRK-Kurs bei FLEck e.V.

Bericht Erste-Hilfe-Training 05.09.2015

Am 5. September 15 organisierte der FLEck Arbeitskreis Freizeit und Begegnung einen Erste-Hilfe- Trainingskurs für Asylbewerber in der Pfarrscheune in Eschenau. Durchgeführt wurde er von Andres Klein und Andreas Thumser beides ehrenamtliche Ausbilder beim BRK Erlangen. Unterstützt wurden sie von zwei weiteren Ehrenamtlichen vom BRK Heroldsberg, die einen Rettungswagen zur Verfügung stellten. Gekommen waren 15 Asylbewerber und einige FLEck Helfer.

Der Kurs startete gegen 10 Uhr und wurde zweisprachig in Deutsch und Englisch gehalten. Sprachhelfer vermittelten dort in Muttersprachen, wenn es mal Verständnisprobleme gab. Nach einer Einführung, wie in Deutschland das Rettungswesen strukturiert ist, lernten die Teilnehmer, wie das Absetzen eines Notrufes unter 112 funktioniert. Anschließend wurde nach Erklärungen und Anleitungen praktisch geübt. Erstes Thema war die stabile Seitenlage. Jeder übte mit seinem Nachbarn unter Aufsicht der Ausbilder. Anstrengender wurde es bei der Herz-Lungen- Wiederbelebung. Im Notfall muss ein Helfer – nachdem er zuvor den Rettungsdienst verständigt hat – im Wechsel 30-mal durch drücken auf den Brustkorb das Herz massieren und zwei Mund-zu-Nase- Beatmungen durchführen bis der Notarzt seine Behandlung aufnehmen kann. Nachdem das jeder an Übungspuppen ausprobiert und praktische Tipps vom den Kursleitern bekommen hatte, alle Fragen der Teilnehmer beantwortet waren, gab es zur Stärkung belegte Brötchen, Quiche, verschiedene Kuchen, Obst sowie kalte und warme Getränke. Alles organisiert, zubereitet und gespendet von aktiven FLEck Mitgliedern.

Der zweite Kursteil widmete sich der sterilen Wundversorgung. Auch hier wurde zuerst erklärt und demonstriert: Anlegen eines Fingerpflasters, eines Armverbandes und eines Kopfverbandes. Danach durften sich die Teilnehmer gegenseitig „verarzten“ – zur Erheiterung der ganzen Teilnehmer. Den Abschluss der praktischen Übungen bildeten drei Fallbespiele mit Mimen. Ein „Patient“ wurde jeweils im Vorraum der Verletzung entsprechend geschminkt und instruiert, wie er sich zu verhalten habe. Zwei weitere Freiwillige leisteten Erste Hilfe mit allem was dazu gehört: Feststellen, was passiert ist, Notruf absetzen, beruhigen, Wunde versorgen bis hin zur stabilen Seitenlagen mit Überprüfung der Atmung. Die Fallbeispiele waren eine blutige Handverletzung, eine schwere Knieverletzung und eine Kopfverletzung mit plötzlicher Bewusstlosigkeit.

Am Ende war noch Zeit für weiterführende Fragen und eine Zusammenfassung des Gelernten. Nach einer kurzen Pause ging es hinüber in den Hof vom Schwan. Dort war der Rettungswagen der SEG Heroldsberg mit seiner Besatzung eingetroffen. Hier konnten die Teilnehmer und die Bewohner des Schwans die Simulation eines schweren Notfalls von der Ersten Hilfe, der Versorgung durch die Sanitäter und Notarzt bis zur Verlagerung des Patienten in den Rettungswagen verfolgen. Bei dem Notfall handelte es sich um eine abgetrennte Hand, die dann klinikgerecht verpackt wurde. Der Mime wurde nach der ersten Hilfe durch weitere Freiwillige, sehr wirklichkeitsnah unter anderem mit Infusion und EKG durch den Rettungsdienst betreut. Nach der Vorführung bot sich den Anwesenden die Möglichkeit den Rettungswagen zu besichtigen und sich die Ausstattung erklären zu lassen.

Nach etwa vier Stunden war der Kurs beendet. Die Teilnehmer waren sehr zufrieden mit dem was sie in Theorie und Praxis gelernt hatten. Ingrid Beil bedankte sich bei den vier Aktiven vom BRK im Namen des FLEck AK‘s Freizeit und Begegnung. Für FLEck sind keine Kosten angefallen. Das BRK stellte das Unterrichtsmaterial wie z.B. Puppen zum Üben der Beatmung und Verbandsmaterial sowie den Rettungswagen zur Verfügung. Die Ehrenamtlichen verzichteten auf ihre Honorare.

Ulla Klein FLEck AK Freizeit und Begegnung